Presse (international)
Ambasada Germaniei Bucureşti:
- Lectură din propriile lucrări
Doi dintre tinerii autori premiaţi au citit din lucrările lor iar doamna Rosenkranz a citit un pasaj din romanul său "Angelina Engel". - Lectură la Ministerul Culturii şi Cultelor - Lectură la Colegiul Goethe
Autoarea germană de cărţi pentru tineret, doamna Ira-Elisa Rosenkranz, citise deja vineri din romanul său "Angelina Engel“ în faţa unui public entuziast la Ministerul Culturii şi Cultelor - la Colegiul Goethe
ALLGEMEINE Deutsche Zeitung (Bukarest/Rumänien) vom 30.05.2008
INTERVIEW mit ADZ-Redakteurin Katharina Lötzsch
„Ich hatte schon immer viele Geschichten im Kopf“
Ira-Elisa Rosenkranz las in Bukarest aus ihrem Buch „Angelina Engel. Eine himmlische Geschichte“
Anlässlich der Preisverleihung des Literaturwettbewerbs hatte die deutsche Botschaft Bukarest die Autorin Ira-Elisa Rosenkranz zu mehreren Lesungen in die rumänische Hauptstadt eingeladen. Die 1946 in Speyer geborene Schriftstellerin lebt seit 30 Jahren in Ostfriesland. Ihr Roman „Angelina Engel. Eine himmlische Geschichte“, aus dem sie in Bukarest einige Passagen vortrug, ist bereits in fünfter Auflage erschienen und wird derzeit ins Finnische übersetzt. Im Gespräch mit ADZ-Redakteurin Katharina Lötzsch erklärte Ira-Elisa Rosenkranz, warum in Jugendbüchern auch ernste Themen nicht ausgespart werden sollen und sie auch über schwere Stoffe heiter schreiben kann.
In Ihrem Buch „Angelina Engel“ erzählen Sie aus der Sicht eines Mädchens, das bei einem Verkehrsunfall stirbt. Kein leichter Tobak für ein Jugendbuch, oder?
Kinder machen auch schon im frühen Alter Erfahrungen mit dem Tod, zum Beispiel wenn die Großmutter oder ein Haustier stirbt. Das Thema kann man nicht aufsparen, bis man alt ist. Es kann einem immer begegnen. Ich habe einmal vor einer Schulklasse gelesen, in der sich eine Mitschülerin umgebracht hatte; die jungen Leute waren sehr offen für das Thema. Die Atmosphäre war fast etwas feierlich.
Wie viel Erwachsenenwelt darf man in Bücher für Kinder und Jugendliche hineinlassen?
Das Familienleben heute ist nicht nur eitel Sonnenschein. Damit müssen auch die Kinder klarkommen. Meine Bücher sind allerdings keine reinen Kinderbücher; ideal ist, wenn die ganze Familie sie liest.
Wie reagieren denn Erwachsene auf „Angelina Engel“?
Mein Verleger sagte nach der ersten Lektüre, das Buch habe ihm das Leben ein bisschen leichter gemacht. Andere erklären, dass sie sich nach dem Lesen nicht mehr so große Sorgen machen.
War Ihnen beim Schreiben bewusst, welche Emotionen Sie bei den Lesern auslösen?
Überhaupt nicht. Ich hatte mein ganzes Leben lang schon viele Geschichten im Kopf und wollte sie einfach aufschreiben. Mittlerweile finde ich die Vorstellung aber gut, dass Menschen nach der Lektüre, vor dem Einschlafen vielleicht, überlegen: Wie hätte ich es denn gern; wie sollte es nach dem Tod sein?
Angelina lebt als Engel weiter. Dient das Engelmotiv im Buch nur als literarisches Instrument oder lag es Ihnen persönlich am Herzen?
Ich bin mir sicher, es gibt ein Leben nach dem Tod. Diese Gewissheit machte es leichter, das Motiv einzuweben. Bei Lesungen mit Schülern klammere ich diese Frage allerdings aus.
Der Ton des Buches ist heiter, zum Schmunzeln. War es kompliziert, ein eher schweres Sujet in leichte Sprache zu verpacken?
Das ist mein Stil. Angelina ist ja auch kein Engel, der nur Gutes im Sinn hat. Sie kann manchmal ganz schön frech sein. Ich persönlich stelle mir vor, dass mein Charakter sich nach meinem Tod nicht plötzlich verändert, mein Naturell bleibt erhalten.
Suchen Sie für Ihre Lesungen je nach Publikum verschiedene Passagen aus?
Ja. Aber auch die Art des Lesens unterscheidet sich. Ich variiere in der Stimme, für jüngere Schüler lese ich anders als vor älteren oder Erwachsenen. Bei Nicht-Muttersprachlern setze ich mehr auf Gestik und spreche langsamer.
Sie haben schon häufig im Ausland, in Finnland und Australien beispielsweise, gelesen. Bekommen Sie von Land zu Land unterschiedliche Reaktionen?
Nein, das ähnelt sich sehr, die Fragen sind auch ähnlich. Erwachsene wollen immer wissen, wie ich auf das Thema gekommen bin, und die Kinder fragen: Wenn Angelina im Paradies ist, wird sie dann älter? Und rein geografisch: Die Finnen waren sehr zurückhaltend, was Fragen angeht. Lesungen im Süden sind etwas temperamentvoller.
War dies ihr erster Besuch in Rumänien?
Nein, ich habe vor mehr als 30 Jahren einmal hier Urlaub gemacht. In Bukarest war ich zum ersten, aber wahrscheinlich nicht zum letzten Mal.